Der Honda N-One als Kleinstwagen der Kei-Klasse wird seit 2012 produziert und befindet sich inzwischen in seiner zweiten Generation. Sein auffälligstes Merkmal ist das Design im Stil des legendären Honda N360 aus den 1960er-Jahren. Dieser Retro-Look dürfte wohl nur zum Marktstart geholfen haben: Seitdem lag die Nachfrage nur selten über 20.000 Fahrzeugen pro Jahr. Nun wird die Baureihe um das Elektrofahrzeug Honda N-One e: erweitert, das faktisch den wenig erfolgreichen Honda e ersetzt, der von 2020 bis 2024 gebaut wurde.



Was sich außen geändert hat
Der batterieelektrische N-One e: basiert auf dem bestehenden benzinbetriebenen Kei-Kleinstwagen und übernimmt dessen Karosserie und Fahrgestell. Die Front wurde jedoch deutlich neu gestaltet: Motorhaube, Scheinwerfer und Stoßfänger sind neu, außerdem trägt die neue Frontverkleidung den Ladeanschluss. Am Heck wurde die Heckklappe überarbeitet, und das Kennzeichen wanderte nach unten auf den Stoßfänger. Fünf Karosseriefarben stehen zur Wahl, auf Wunsch ergänzt durch Zierstreifen im Rennstil. Länge (3.395 mm) und Breite (1.475 mm) scheinen unverändert zu sein, da die strengen Vorschriften für Kei-Fahrzeuge beide Abmessungen vorgeben. Genaue technische Daten wurden bislang nicht veröffentlicht.

Innen: neu, auch wenn es nicht so aussieht
Der Innenraum behält den gleichen kantigen, minimalistischen Stil mit zahlreichen echten Bedienelementen bei. Tatsächlich ist er jedoch vollständig neu. Überarbeitet wurden die Luftausströmer, die Abdeckung des Instrumententrägers und das Zweispeichenlenkrad. Entlang des Armaturenbretts verläuft eine Ablage für Kleinteile; in der Mitte befindet sich ein eigener Platz für das Mobiltelefon, flankiert von USB-Ladeanschlüssen — kabelloses Laden gibt es nicht. Das Multimediasystem besitzt einen Neun-Zoll-Bildschirm mit echten Tasten und einem Drehregler für die Lautstärke, wobei die Grundversionen ganz ohne Bildschirm auskommen. Die Fahrstufenwahl erfolgt über mehrere Drucktasten auf der Mittelkonsole.
Die Rücksitze lassen sich gemeinsam oder getrennt umklappen und vollständig flachlegen, sodass eine ebene Ladefläche entsteht. Honda betont, dass viele Innenraumteile aus wiederverwertetem Kunststoff hergestellt werden.


Was Honda gesagt hat — und was noch offenbleibt
Einzelheiten zum elektrischen Antrieb wurden noch nicht vollständig bekannt gegeben. Offiziell genannt werden eine Reichweite von 270 km (168 Meilen) nach WLTC sowie bidirektionales Laden sowohl vom Fahrzeug zum Haus (V2H) als auch vom Fahrzeug zu externen Verbrauchern (V2L). Alles Weitere ist bislang eine Ableitung: Da der N-One e: technisch eng mit dem Nutzfahrzeug Honda N-Van e: verwandt ist, wird ein einzelner Elektromotor an der Vorderachse mit entweder 53 oder 64 PS erwartet — 64 PS sind zugleich die zulässige Höchstleistung für ein Kei-Fahrzeug — zusammen mit einer Traktionsbatterie von 29,6 kWh.

Wann und wo
Der elektrische Honda N-One e: der Kei-Klasse kommt im kommenden September auf den japanischen Markt; dann sollen auch alle Einzelheiten bekannt gegeben werden. Gute Chancen bestehen zudem auf einen Start in Europa und weiteren Märkten: Ein Prototyp war kürzlich beim Geschwindigkeitsfestival von Goodwood in England zu sehen, und für September ist der Wagen für die IAA Mobility in München bestätigt.
Honda N-One e: die wichtigsten Fakten
- Was ist das: die elektrische Version des N-One der Kei-Klasse, die den wenig erfolgreichen Honda e aus den Jahren 2020 bis 2024 ersetzt
- Abmessungen: 3.395 mm lang, 1.475 mm breit — durch die Vorschriften für Kei-Fahrzeuge festgelegt
- Reichweite: 270 km (168 Meilen) nach WLTC
- Laden: bidirektional, V2H und V2L
- Erwarteter Antrieb: ein vorderer Elektromotor mit 53 oder 64 PS und eine 29,6-kWh-Batterie — vom N-Van e: abgeleitet, nicht bestätigt
- Verkaufsstart: in Japan ab September; in Goodwood gezeigt und für die IAA Mobility in München angekündigt
Häufig gestellte Fragen
Wie weit kommt er? 270 km beziehungsweise 168 Meilen nach WLTC. Das ist der einzige Reichweitenwert, den Honda veröffentlicht hat.
Wie viel Leistung hat er? Honda hat dazu noch keine Angaben gemacht. Die Erwartung von 53 oder 64 PS ergibt sich aus dem eng verwandten N-Van e:, und 64 PS sind für ein Kei-Fahrzeug ohnehin die Obergrenze.
Ist es dasselbe Auto wie der benzinbetriebene N-One? Karosserie und Fahrgestell werden übernommen, doch die Front rund um den Ladeanschluss wurde deutlich neu gestaltet, und auch der Innenraum ist trotz seines vertrauten Erscheinungsbilds neu.
Wird er außerhalb Japans verkauft? Möglicherweise. Ein Prototyp fuhr beim Geschwindigkeitsfestival von Goodwood, und das Fahrzeug ist für die IAA Mobility in München bestätigt — beides Hinweise auf Interesse außerhalb des Heimatmarkts.
Foto: Alexei Byrkow
Dies ist eine Übersetzung. Den Originalartikel können Sie hier lesen: Хэтчбек Honda N-One стал электромобилем
Veröffentlicht Oktober 01, 2025 • 4 m zum Lesen