1. Startseite
  2.  / 
  3. Blog
  4.  / 
  5. ZF Vision Zero Prototyp: Die Zukunft des sicheren, elektrischen und autonomen Fahrens
ZF Vision Zero Prototyp: Die Zukunft des sicheren, elektrischen und autonomen Fahrens

ZF Vision Zero Prototyp: Die Zukunft des sicheren, elektrischen und autonomen Fahrens

ZF Friedrichshafen AG, einer der weltweit führenden Automobilzulieferer, hat den Vision Zero Prototyp entwickelt — eine radikale Neuinterpretation dessen, wie ein sicheres, nachhaltiges und intelligentes Fahrzeug aussehen kann. Aufgebaut auf einem stark modifizierten Volkswagen Touran, vereint dieses Konzeptfahrzeug modernste Sicherheitssysteme, elektrische Antriebstechnologie und autonome Fahrfähigkeiten unter einem Dach. Der Name sagt alles: Zero Emissions und Zero Accidents — auf den Seiten des Prototyps aufgeschrieben.

Elektrischer Antriebsstrang und neu gestaltetes Fahrwerk

ZF-Ingenieure ersetzten den konventionellen Verbrennungsmotor des Touran durch ein großes Lithium-Akkupaket im vorderen Fahrzeugbereich. Doch die Transformation endete nicht dort — die gesamte Hinterradaufhängung wurde von Grund auf neu gestaltet, um die ZF mSTARS-Einheit (Modulare Schräglenkerhinterachse) aufzunehmen.

Das mSTARS-System integriert mehrere fortschrittliche Funktionen in einem einzigen kompakten Modul:

  • Integrierter Elektroantrieb für verbesserte Effizienz und Packaging
  • Aktive Hinterachslenkung (AKC — Active Kinematics Control) zur Verbesserung sowohl der Manövrierfähigkeit bei niedrigen Geschwindigkeiten als auch der Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten
  • sMOTION aktives Dämpfungssystem, das eine in jede Aufhängungseinheit integrierte Pumpe verwendet, um zusätzliche Kraft in beide Richtungen auf die Stoßdämpferstange auszuüben

Im Gegensatz zu konventionellen passiven Stoßdämpfern, die lediglich Schwingungen dämpfen, reagiert das sMOTION-System aktiv und in Echtzeit auf Fahrbahnveränderungen, wodurch die Karosserieneigung erheblich reduziert und der Fahrkomfort verbessert wird. Nach Angaben der ZF-Ingenieure werden diese aktiven Fahrwerkskomponenten besonders wertvoll in Fahrzeugen, die mit vollständigen oder teilweisen Selbstfahrfunktionen und Notfallsteuerungssystemen ausgestattet sind.

Autonomes Fahren und Sensorintegration

ZF entwickelte den Vision Zero Prototyp in Zusammenarbeit mit mehreren Technologiepartnern, die auf Hardware und Software für autonomes Fahren spezialisiert sind. Das am Prototyp angebrachte Sensorpaket umfasst:

  • Radarsensoren zur Langstreckenerkennung von Objekten
  • LiDAR-Einheiten für präzises dreidimensionales Umgebungs-Mapping
  • Stereokameras zur Spur- und Objekterkennung
  • KI-Verarbeitungseinheiten zur Auswertung von Sensordaten und Echtzeit-Fahrentscheidungen

ZFs eigene Entwicklungen aus dem Hause ergänzen dieses Sensor-Array und bilden ein vollständig integriertes System, in dem aktive Fahrwerkskomponenten, Sicherheitsassistenten und autonome Fahrfunktionen synchron arbeiten.

Stefan Sommer, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG
Stefan Sommer, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG

Fahrerablenkungsassistent: Augen auf der Straße behalten

Eines der beeindruckendsten von ZF entwickelten Systeme ist der Fahrerablenkungsassistent. Mithilfe einer Infrarotkamera mit Laserbeleuchtung — die auch bei völliger Dunkelheit funktioniert — überwacht das System nicht nur die Augen des Fahrers, sondern die Position des gesamten Kopfes. In dem Moment, in dem Unaufmerksamkeit erkannt wird, löst es eine stufenweise Reaktion aus:

  1. Ein akustisches Signal ertönt und eine Warnung erscheint auf dem Armaturenbrett
  2. Der Sicherheitsgurt zieht sich automatisch fest und das Spurhalte­system aktiviert sich
  3. Reagiert der Fahrer weiterhin nicht, verlangsamt das Fahrzeug schrittweise
  4. Das Fahrzeug lenkt sich dann selbst an den rechten Fahrbahnrand und kommt sicher zum Stillstand

Geisterfahrt-Sperre: Gefährliche Fahrfehler verhindern

Müdigkeit und Desorientierung sind häufige Ursachen von Geisterfahrten. ZFs Geisterfahrt-Sperre begegnet diesem Problem direkt, indem hochpräzise digitale Karten mit der Echtzeit-Erkennung von Verkehrsschildern und Fahrbahnmarkierungen kombiniert werden. Sobald das System erkennt, dass der Fahrer beginnt, auf eine Gegenfahrbahn oder eine gesperrte Ausfahrt einzubiegen, reagiert es in eskalierenden Stufen:

  1. Visuelle und akustische Warnungen aktivieren sich, begleitet von einer Sicherheitsgurtvibration
  2. Der Lenkradwiderstand erhöht sich, um die Falschabbiegung zu verhindern
  3. Fährt der Fahrer fort, übernimmt die Elektronik die vollständige Kontrolle — sie lenkt das Fahrzeug zum äußeren Fahrbahnrand, reduziert die Geschwindigkeit und bringt es mit eingeschalteter Warnblinkanlage und Abblendlicht zum vollständigen Stillstand
  4. Nach dem Anhalten bewertet das System die Umgebungssituation und erlaubt dem Fahrer, die Gefahrenzone zu verlassen — entweder vorwärts oder rückwärts — nur wenn es dies als sicher erachtet

„Null Unfälle und null Emissionen können wir nur erreichen, wenn alle Fahrzeuge elektrisch, autonom und in ein Netzwerk integriert werden. Wir arbeiten hart daran, dies möglich zu machen”, sagte Dr. Stefan Sommer, CEO der ZF Friedrichshafen AG, anlässlich der in Österreich präsentierten Technologien.

ZF Vision Zero Konzeptfahrzeug mit dem Ziel, sicheren emissionsfreien Transport zu schaffen
Das „Vision Zero”-Konzept des Unternehmens zielt darauf ab, sicheren emissionsfreien Transport zu schaffen

Integrierte Sicherheit: Ein ganzheitlicher Ansatz

ZF-Ingenieure betonen, dass eine wirklich wirksame Fahrzeugsicherheit nicht auf isolierten Systemen beruhen kann. Stattdessen müssen alle aktiven und passiven Sicherheitssysteme zusammenarbeiten — und gemeinsam auf Straßenbedingungen, das Verhalten der umgebenden Fahrzeuge und die Maßnahmen der Straßendienste reagieren. Diese integrierte Philosophie steht im Kern des Vision Zero Konzepts und hebt den Prototyp von Fahrzeugen ab, die einzelne Fahrerassistenzfunktionen lediglich aufeinanderstapeln.

Openmatics Telematik: Intelligentes Flottenmanagement für emissionsfreie Flotten

Als Abschluss der Vision Zero Präsentation stellte ZF auch die Openmatics Telematik-Plattform und die dazugehörige Dashboard-Webanwendung vor — ein Flottenmanagement-Tool, das speziell für Elektrofahrzeuge konzipiert wurde. Die Plattform bietet Flottenmanagern Echtzeit-Einblicke in:

  • Fahrzeugstandort innerhalb der gesamten Flotte
  • Auslastungs- und Nutzungsdaten für jedes Fahrzeug
  • Batterieladestand für Elektrofahrzeuge

Mit diesen Daten können Betreiber Routen basierend auf der tatsächlichen Reichweite planen, das am besten geeignete Fahrzeug für jeden Einsatz disponieren und den Gesamtenergieverbrauch der Flotte kontinuierlich optimieren — was den Übergang zu Elektroflotten sowohl praktisch als auch effizient gestaltet.

Dies ist eine Übersetzung. Das Original können Sie hier lesen: https://www.drive.ru/technic/595f2239ec05c4fd19000010.html

Beantragen
Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse in das untenstehende Feld ein und klicken Sie auf „Anmelden“.
Abonnieren Sie und erhalten Sie vollständige Anweisungen über den Erhalt und die Verwendung des internationalen Führerscheins sowie Ratschläge für Fahrer im Ausland