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Wie funktioniert ein intelligentes Verkehrssystem (IVS)?

Wie funktioniert ein intelligentes Verkehrssystem (IVS)?

Intelligente Verkehrssysteme (IVS) verändern grundlegend unser Verständnis von Verkehrssicherheit, Verkehrsfluss und städtischer Mobilität. Eines der fortschrittlichsten Praxisbeispiele stammt von Nissan, dessen IVS-Programm — unterstützt von der japanischen Regierung — bereits auf öffentlichen Straßen in der Präfektur Kanagawa erprobt wird. Eine weiterentwickelte Version des Systems wird zudem im Nissan Technical Center (NTC) in Atsugi verfeinert: eine eigenständige Anlage mit eigenen Straßen, Kreuzungen und Busrouten, die einen idealen Testbereich für Verkehrstechnologien der nächsten Generation darstellt.

Was ist ein intelligentes Verkehrssystem?

Ein intelligentes Verkehrssystem (IVS) ist ein Netzwerk aus Sensoren, vernetzten Fahrzeugen und intelligenter Infrastruktur, das zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Verkehrseffizienz entwickelt wurde. Im Kern von Nissans IVS steht ein Netzwerk optischer Sensoren, die mit speziellen Modulen kommunizieren, die in teilnehmenden Fahrzeugen eingebaut sind. Das System ist darauf ausgelegt, Fahrer proaktiv vor einer Vielzahl von Straßengefahren zu warnen, darunter:

  • Verkehrsstau voraus
  • Fahrzeuge, die sich von Nebenstraßen nähern
  • Aktive Baustellen und Fahrbahnverengungen
  • Aktuelle Geschwindigkeitsbeschränkungen und lokale Vorschriften
  • Fußgänger auf oder in der Nähe der Fahrbahn

Diese Echtzeitkommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur ist es, was IVS von herkömmlichen Verkehrsmanagementansätzen unterscheidet.

Wie IVS die Fußgängersicherheit verbessert

Eine der größten Herausforderungen für die städtische Verkehrssicherheit ist das unberechenbare Verhalten von Fußgängern — insbesondere die Neigung, bei Rotlicht die Straße zu überqueren. Nissans IVS begegnet diesem Problem mit einem intelligenten Ampelsystem, das im NTC erprobt wird:

  • Ampeln zeigen standardmäßig Grün für Fußgänger und Rot für Fahrzeuge zu jeder Zeit
  • Wenn ein Fahrzeug an einem Überweg anhält, sendet sein bordeigener Sensor ein Signal an die Ampel
  • Die Ampel schaltet dann auf Grün für das Fahrzeug und schafft so einen bidirektionalen Kommunikationskreislauf zwischen Fahrzeugen und Straßeninfrastruktur
  • In der Nähe sensibler Bereiche wie Schulen und Kindergärten zeigt eine interaktive Geschwindigkeitskontrollzone Geschwindigkeitswarnungen direkt auf dem Bordcomputerbildschirm des Fahrzeugs an

Diese bidirektionale Fahrzeug-zu-Infrastruktur (V2I)-Kommunikation ist eine Schlüsselinnovation, die es der Straßenumgebung ermöglicht, dynamisch auf das Fahrverhalten zu reagieren, anstatt nach festen Zeitgebern zu funktionieren.

Nissan LEAF Elektrofahrzeuge der ersten Generation beim IVS-Test
Nissan LEAF Elektrofahrzeuge der ersten Generation beim IVS-Test

Optimierung des Verkehrsflusses und Reduzierung von Emissionen

Sicherheit ist nicht die einzige Priorität — auch Effizienz spielt eine wichtige Rolle. Ständiges Stop-and-Go-Fahren erhöht sowohl den Kraftstoffverbrauch als auch schädliche Emissionen. Um dem entgegenzuwirken, setzt das IVS optische Sensoren vor Kreuzungen ein, um die Verkehrsintensität in Echtzeit zu überwachen. Die zentrale Verarbeitungseinheit des Systems berechnet dann optimale Ampelschaltphasen, damit sich nähernde Fahrzeuge eine gleichmäßige Geschwindigkeit beibehalten können, ohne unnötig zu bremsen oder zu beschleunigen.

Wichtige Verkehrsoptimierungsfunktionen, die im NTC getestet werden, umfassen:

  • Synchronisierte Ampelnetzwerke — mehrere Ampeln werden gleichzeitig auf Basis von Echtzeit-Verkehrsflussdaten koordiniert
  • Intelligentes Abbiegemanagement — Reduzierung von Staus, die beim Rechtsabbiegen beim Verlassen von Nebenstraßen entstehen (entspricht dem Linksabbiegen in Ländern mit Rechtsverkehr)
  • Adaptive Signalsteuerung — Ampeln, die ihre Grün-/Rotphasen dynamisch anpassen, anstatt festen Zeitplänen zu folgen

Das HMI: Wenn das Auto die Kontrolle übernimmt

Im Fahrzeuginneren integriert sich das IVS in eine fortschrittliche Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI). In der NTC-Testumgebung geht das HMI über einfache Warnungen hinaus. Wenn ein Fahrer eine rote Ampel ignoriert, hat das System die Fähigkeit, aktiv in die Fahrzeugsteuerung einzugreifen — ein bedeutender Schritt in Richtung autonomer Sicherheitsdurchsetzung auf öffentlichen Straßen.

Demonstration des intelligenten Verkehrssystems IVS, das Informationstechnologie zur Verkehrsoptimierung nutzt
Demonstration des Konzepts intelligenter Verkehrssysteme (IVS), die Informationstechnologie zur Verkehrsoptimierung nutzen

Was kommt als Nächstes für IVS in Japan?

Das Nissan Technical Center dient als lebendiges Labor, in dem jedes Element des IVS-Ökosystems — Fahrzeuge, Sensoren, Ampeln und HMI-Software — unter streng kontrollierten Bedingungen getestet wird. Technologien, die die Erprobungen im NTC erfolgreich bestehen, werden für den Einsatz auf öffentlichen Straßen in der Präfektur Kanagawa freigegeben, mit dem langfristigen Ziel eines landesweiten Rollouts in ganz Japan.

Da die Kommunikationstechnologien Fahrzeug-zu-Infrastruktur (V2I) und Fahrzeug-zu-allem (V2X) weiter reifen, könnten intelligente Verkehrssysteme wie Nissans IVS zum Rückgrat sichererer, grünerer und effizienterer Städte weltweit werden.

Dies ist eine Übersetzung. Das Original können Sie hier lesen: https://www.drive.ru/technic/4efb332e00f11713001e3f17.html

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