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Bugatti Destrier: Noch ein „finaler“ W16-Hypersportwagen – und dieser ist eine ganz andere Nummer

Bugatti Destrier: Noch ein „finaler“ W16-Hypersportwagen – und dieser ist eine ganz andere Nummer

Bugatti hat ganz offensichtlich nicht vor, sich leise von seinem legendären W16-Motor mit vier Turboladern zu verabschieden. Trotz wiederholter Behauptungen, jede neue Kreation werde die letzte mit diesem ikonischen Triebwerk sein, findet der französische Hypercar-Hersteller immer wieder neue Wege, ihm einen stilvollen Abschied zu bereiten. Das jüngste Beispiel ist der beeindruckende Bugatti Destrier — ein einzigartiges Coupé, das beweist, dass der W16 noch längst nicht alle Geschichten erzählt hat.

Jeder Blickwinkel des Destrier wirkt wie ein bewusstes Statement — nicht nur über Geschwindigkeit, sondern auch darüber, was ein einzelner Auftraggeber und ein bereitwilliger Hersteller gemeinsam erschaffen können.

Was ist der Bugatti Destrier?

Der Destrier ist das dritte Fahrzeug, das im Rahmen von Bugattis exklusivem Solitaire-Programm gebaut wurde — einer maßgeschneiderten Initiative für wahrhaft einzigartige, im Kundenauftrag gefertigte Hypercars. Seine beiden Vorgänger in der Reihe waren der Bugatti Brouillard und der Bugatti F.K.P. Hommage.

Der Name Destrier bezeichnet die kräftigen Schlachtrösser mittelalterlicher Ritter — eine treffende Anspielung für eine Maschine dieses Kalibers. Und ganz wie sein tierischer Namensgeber ist dieser Bugatti auf Prestige, Leistung und spektakuläre Wirkung gezüchtet.

Seine Entstehung folgt auf die Enthüllung des Bugatti W16 Mistral Roadsters — der seinerseits für einen Kunden aus dem Nahen Osten gebaut wurde. Bei dieser Gelegenheit bestätigten Bugatti-Vertreter, dass wohlhabende Kunden weiterhin W16-betriebene Einzelanfertigungen in Auftrag geben könnten. Der Destrier ist die genaue Einlösung dieses Versprechens.

Ein Auftrag, ein Gespräch, ein Auto. Genau für solche Momente gibt es das Solitaire-Programm.

Exterieurdesign: Mittelalter trifft Moderne

Die Designsprache des Destrier ist kühn, unverwechselbar und tief in Bugattis Tradition verwurzelt — und verschiebt zugleich in jede Richtung die Grenzen.

Zu den wichtigsten Exterieurmerkmalen gehören:

  • Sapphire Celeste — eine einzigartige, tiefblaue Lackierung exklusiv für dieses Fahrzeug
  • Hufeisenförmige Designelemente — ein klassisches Bugatti-Motiv, hier durch polierte Chromleisten hervorgehoben
  • Luftauslässe in den vorderen Kotflügeln — sie verbessern die Aerodynamik und sorgen zugleich für zusätzliche optische Dramatik
  • Ein massiver Heckspoiler mit vollständig in die Heckkarosserie integrierten Streben
  • Vier große Auspuffendrohre, positioniert zwischen schmalen, skulptural geformten Rückleuchten
  • 20-Zoll-Vorderräder und 21-Zoll-Hinterräder in einem eigens entwickelten Design

Das mittelalterliche Thema wird im Motorraum mit handgeprägten Metallarbeiten weitergeführt, die an das Erscheinungsbild einer Ritterrüstung erinnern sollen — ein beeindruckendes Detail, das den neugierigen Blick unter die Haube belohnt.

Das Chrom fängt das Licht ein wie einst polierte Rüstungen auf dem Schlachtfeld — zweckmäßig, zeremoniell und unmöglich zu übersehen.

Interieur: Handgefertigter Luxus bis ins Detail

Im Innenraum des Destrier wird die handwerkliche Qualität noch beeindruckender. Die Kabine verbindet warme Materialien, traditionelle Handwerkstechniken und modernste Individualisierung.

Merkmale des Innenraums:

  • Braunes Leder und Nubuk im gesamten Innenraum
  • 3D-gewebter Stoff mit eingewebten Kupferfäden — für zusätzliche Textur und metallischen Schimmer
  • Handgeprägte dekorative Metallelemente, die das mittelalterliche Rüstungsthema aus dem Motorraum aufgreifen
  • Ein vollständig maßgeschneidertes Layout, das es nur in diesem einen Fahrzeug gibt

Das Ergebnis ist ein Innenraum, der zugleich uralt und futuristisch wirkt — genau jene Art von Kontrast, die Bugattis beste Maßanfertigungen auszeichnet.

Die Stunden, die ein Handwerker in eine einzige Naht oder ein geprägtes Paneel investiert, sind bei geschlossener Tür unsichtbar — doch sobald man weiß, worauf man achten muss, sind sie nicht mehr zu übersehen.

Performance: Auf dem Bolide aufgebaut

Unter der Karosserie basiert der Bugatti Destrier auf der Plattform des Bugatti Bolide — Bugattis auf die Rennstrecke ausgerichtetem Hypercar. Damit übernimmt er einen der extremsten Antriebsstränge, die je in ein straßenzugelassenes Automobil eingebaut wurden.

Antriebsdaten:

  • Motor: 8,0-Liter-W16 mit vier Turboladern
  • Leistung: 1.600 hp (ca. 1.578 bhp)
  • Maximales Drehmoment: 1.600 Nm (1.180 lb-ft)

Bugatti hat zwar keine offiziellen Fahrleistungswerte speziell für den Destrier veröffentlicht, doch die Spenderplattform — der Bolide — beschleunigt von 0 auf 100 km/h (0–62 mph) in nur 2,17 Sekunden. Beim Destrier ist mit ähnlich außergewöhnlichen Werten zu rechnen.

Ein Motor mit diesem Hubraum und dieser Herkunft braucht keinen Nachfolger. Er braucht einen würdigen Abschied.

Debüt des Bugatti Destrier: Pebble Beach 2025

Der Bugatti Destrier wird seine Weltpremiere beim prestigeträchtigen Pebble Beach Concours d’Elegance feiern in Kalifornien, einer der renommiertesten Automobilveranstaltungen der Welt, die am 16. August eröffnet wird.

Wie bei allen Fahrzeugen des Solitaire-Programms bleiben sowohl der Preis als auch die Identität des Kunden streng vertraulich.

Das Publikum des Concours d’Elegance hat Ferraris, Bugattis, Bentleys und seltene Vorkriegsfahrzeuge gesehen. Der Destrier tritt dort in dem Wissen an, ganz genau zu verstehen, welche Bühne ihn erwartet.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Programm: Bugatti Solitaire (drittes Fahrzeug der Reihe)
  • Karosserieform: Coupé
  • Motor: 8,0-Liter-W16 mit vier Turboladern
  • Leistung: 1.600 hp / 1.600 Nm
  • Basisplattform: Bugatti Bolide
  • Farbe: Sapphire Celeste (exklusiv)
  • Räder: 20″ (vorn) / 21″ (hinten)
  • Weltpremiere: Pebble Beach Concours d’Elegance, 16. August
  • Produzierte Stückzahl: 1 (Einzelstück)

Der Bugatti Destrier ist mehr als nur ein weiteres maßgeschneidertes Hypercar — er ist ein rollendes Zeugnis dafür, was möglich wird, wenn ingenieurtechnische Meisterschaft auf grenzenlosen künstlerischen Ehrgeiz trifft. Ob er tatsächlich das Ende der W16-Ära markiert oder lediglich ein weiteres Kapitel, eines ist sicher: Bugatti weiß, wie man einen Abgang inszeniert.

Ein zweites Exemplar wird es nicht geben. Das ist keine Einschränkung — das ist der ganze Sinn.

Foto: Alexey Byrkov
Dies ist eine Übersetzung. Den Originalartikel können Sie hier lesen: Bugatti Destrier: ein weiterer „letzter“ Hypercar mit W16-Motor

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