Ob erfahrener Roadtripper oder Träumer auf der Suche nach dem ersten großen Abenteuer – die schönsten Routen der Welt bieten eine unvergessliche Möglichkeit, atemberaubende Landschaften, reiche Kulturen und verborgene Schätze zu entdecken. Von den sonnenverbrannten Wüsten des amerikanischen Südwestens bis zu den nebelumhüllten Highlands Schottlands versprechen diese legendären Highways Ausblicke, denen keine Postkarte jemals gerecht werden könnte. Wir haben den ultimativen Guide zu den ikonischsten Fahrten der Welt zusammengestellt – also anschnallen, die Lieblingsplaylist für den Roadtrip starten und los geht’s.
Mithilfe des Programms HEX Picker und des Plugins Color Thief haben wir die dominanten Farben analysiert, die in den Landschaften entlang jeder Route zu finden sind – von den lebhaften Blautönen der australischen Küste bis zu den tiefen Smaragdtönen des Schottischen Hochlands. Denken Sie an getrocknete Tabakfelsen, verbrannte Karamellsanddünen, mondsteingraue Berggipfel und melonenfarbene Sonnenuntergänge. Bereit? Unser erster Halt ist die ikonische Route 66.
1. U.S. Route 66 — Die Mutter aller Straßen
Nur wenige Straßen der Welt tragen ein so großes kulturelles Gewicht wie die U.S. Route 66. Sie erstreckt sich vom Herzen Chicagos bis nach Los Angeles, führt durch acht Bundesstaaten und bietet ein unvergleichliches Fenster in die Seele der amerikanischen Kultur. Von zeitlos wirkenden Straßendiners bis hin zu weiten Ausblicken über die Mojave-Wüste ist die Route 66 ein Bucket-List-Erlebnis wie kein anderes.
- Strecke: 3.862 km (Chicago, Illinois bis Los Angeles, Kalifornien)
- Geschätzte Dauer: 2–3 Wochen
- Durchquerte Bundesstaaten: Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico, Arizona, Kalifornien
- Highlights: Cadillac Ranch, der Versteinerte Wald, Wigwam Motel und der Santa Monica Pier
- Dominante Farben: Sepia, Pfirsichblüte, Zichoriekaffee und goldene Zitrussonnenuntergänge
- Beste Reisezeit: Frühling (April–Mai) oder Herbst (September–Oktober), um die extreme Wüstenhitze zu meiden
Denken Sie daran, Ersatzbatterien, eine gedruckte Straßenkarte und reichlich Wasser mitzunehmen – manche Abschnitte sind wunderschön abgelegen.

2. Die Gobi-Straße, Mongolei — Asiens uralte Wildnis
Die Wüste Gobi ist eines der abgelegensten und beeindruckendsten Reiseziele der Erde. Die einwöchige Reise beginnt und endet in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar und führt durch weite Sanddünen, schroffe Gebirgszüge und weitläufige Täler, die wie einer anderen Welt entrissen wirken. Als größte Wüste Asiens und bekannte Fundstätte von Dinosaurierfossilien fühlt sich jeder Kilometer an wie eine Seite aus der Urgeschichte.
- Startpunkt: Ulaanbaatar, Mongolei
- Geschätzte Dauer: 7–10 Tage
- Highlights: Khongoryn-Els-Sanddünen, Flammende Felsen (Bayanzag), Yolyn-Am-Schlucht und Begegnungen mit baktrischen Kamelen
- Lokale Erlebnisse: Übernachten in traditionellen Gers (Jurten) und Kosten von Kamelkäse
- Dominante Farben: Mondstein, Sojakeimlingsgrün, Taubenflügel und Kalktuff
- Beste Reisezeit: Spätes Frühjahr (Mai–Juni) oder früher Herbst (September) für mildere Temperaturen
Ein Geländefahrzeug (4×4) wird dringend empfohlen, da das Gelände unberechenbar sein kann und Straßenmarkierungen auf weiten Teilen der Strecke kaum vorhanden sind.

3. South-Island-Highway, Neuseeland — Die Abenteuerhauptstadt der Welt
Neuseelands Südinsel ist ein Paradies für Abenteuerlustige und Naturliebhaber gleichermaßen. Mit imposanten Gebirgszügen, aktiven Vulkanen, gletschergespeisten Seen und Fjorden, die sich so weit das Auge reicht erstrecken, ist eine Fahrt durch die Südinsel so dramatisch wie Roadtrips nur sein können. Die kurvenreichen Straßen bieten eine sich ständig wandelnde Farbpalette aus hellgrauen Klippen und kardamonbraunem Asphalt, der sich durch eine der atemberaubendsten Landschaften des Planeten schlängelt.
- Geschätzte Dauer: 2–3 Wochen für eine vollständige Rundfahrt
- Top-Ziele: Queenstown, Milford Sound, Aoraki/Mount Cook und die Catlins
- Abenteueraktivitäten: Bungee-Jumping, Fallschirmspringen, Canyon-Swinging, Wildwasser-Rafting und Gletscherwanderungen
- Dominante Farben: Hellgrau, luftige Monochromgipfel und kardamonfarbene Straßen
- Beste Reisezeit: Dezember–Februar (Südhalbkugel-Sommer) für optimale Straßenverhältnisse
- Tipp: Der State Highway 80 entlang des Lake Pukaki in Richtung Aoraki/Mount Cook ist eine der fotogensten Streckenabschnitte

4. Salar de Uyuni, Bolivien — Die größte Salzpfanne der Welt
Der Salar de Uyuni ist ein Ziel, das auf dieser Liste – oder auf der Erde – seinesgleichen sucht. Die größte Salzpfanne der Welt erstreckt sich über rund 10.000 Quadratkilometer im Südwesten Boliviens und verwandelt sich je nach Jahreszeit dramatisch. In der Trockenzeit bildet die rissige Salzkruste ein geometrisches Mosaik aus gedämpften Violett-, Hellblau- und Blauquarztönen. In der Regenzeit verwandelt eine dünne Wasserschicht die gesamte Ebene in einen so perfekten Spiegel, dass sich der Himmel darin spiegelt und die Grenze zwischen Erde und Himmel verschwimmt.
- Größe: Etwa 10.000 Quadratkilometer
- Lage: Departamentos Potosí und Oruro, Südwesten Boliviens
- Highlights: Isla Incahuasi (Kakteninsel), flamingoreiche Lagunen und der Eisenbahnfriedhof nahe der Stadt Uyuni
- Farben in der Trockenzeit: Blauquarz, Hellblau, gedämpftes Violett und gerissenes Erdweiß
- Erlebnis in der Regenzeit: Eine vollkommen spiegelnde Oberfläche, die sich bis zum Horizont erstreckt
- Beste Reisezeit: November–April für den Spiegeleffekt; Mai–Oktober für die ikonischen Rissstrukturen im Salz
- Fortbewegung: Ein Geländefahrzeug (4×4) ist unerlässlich; alternativ kann über einen seriösen lokalen Anbieter in Uyuni eine geführte Tour gebucht werden
Vergessen Sie nicht, den Blick zu heben – der Himmel nimmt hier Bananengelbund verbrannte Bernsteintöne an, die man nie vergessen wird.

5. Islands Ringstraße (Route 1) — Feuer, Eis und endlose Horizonte
Islands Route 1, besser bekannt als die Ringstraße, ist der ultimative nordische Roadtrip. Die 1.330 Kilometer lange Strecke umrundet die gesamte Insel, führt durch Lavafelder, an mächtigen Wasserfällen vorbei, über Gebirgspässe und entlang dramatischer Fjorde. Der Himmel wechselt zwischen Beige, Pfirsich und den leuchtendstem Nordlichtern, die man je gesehen hat – während chartreusegrüne Berge mit tief violetten und stahlblauen Gipfeln jede Kurve einrahmen.
- Gesamtstrecke: 1.330 km (vollständige Rundfahrt)
- Geschätzte Dauer: 7–14 Tage je nach Stopps
- Top-Stopps: Wasserfälle Seljalandsfoss und Skógafoss, Gletscherlagune Jökulsárlón, Geothermalgebiet Mývatn und die Halbinsel Snæfellsnes
- Dominante Farben: Beige- und Pfirsichhimmel, chartreusefarbene Vulkanfelder, tiefviolette und stahlblaue Berggipfel
- Beste Reisezeit: Juni–August für 24 Stunden Tageslicht; November–Februar für die Jagd nach dem Nordlicht
- Tipp: Die Straße ist ganzjährig geöffnet, doch Winterfahrten erfordern ein Geländefahrzeug (4×4) und Erfahrung mit Glatteis

6. Atlantikstraße, Norwegen — Fahren mitten durchs Meer
Norwegens Atlantikstraße hat ihren Spitznamen – „die Straße im Ozean” – zu Recht erhalten. Dieses Meisterwerk der Ingenieurskunst erstreckt sich über acht Kilometer entlang einer Reihe von Inseln und Schären, verbunden durch acht Brücken, die sich dramatisch über den tosenden Wellen erheben. Die Landschaft schimmert in Opal-, Zitronengelb- und tiefem Methylblau, während Teile der Straße tatsächlich einer Achterbahn ähneln – sie tauchen und kurven über das Wasser, während gelegentlich Wellen auf den Asphalt prallen.
- Gesamtstrecke: 8 km (Averøy bis Eide)
- Anzahl der Brücken: 8, darunter die berühmte Storseisundet-Brücke
- Highlights: Panoramablicke auf den Ozean, Angelplätze, Sturmbeobachtung im Herbst und der Rastplatz Eldhusøya
- Dominante Farben: Opal, Zitronengelb, Methylblau und tiefes Ozeanblau
- Beste Reisezeit: Sommer für ruhige, sonnige Fahrten; Herbst für dramatisches Sturmschauen
- Tipp: Langsam fahren und die ausgewiesenen Aussichtspunkte nutzen, um die Küste in vollen Zügen zu genießen – diese Straße will genossen, nicht gehetzt werden

7. Great Ocean Road, Australien — Sonne, Brandung und Kalksteingiganten
Australiens Great Ocean Road zählt zu den bekanntesten Küstenfahrten der Welt. Die sonnengetränkte Route erstreckt sich über 240 Kilometer entlang der südöstlichen Küste des Bundesstaates Victoria und führt an goldenen Stränden, üppigem Regenwaldvorland und den ikonischen Twelve Apostles vorbei – einer Gruppe imposanter Kalksteinstapel, die dramatisch aus dem Südlichen Ozean ragen. Die Farbpalette hier ist blendend: lebhaftes Blau, Toffee-Sand, gedämpftes Aqua und Zitronenlicht an der Küste.
- Gesamtstrecke: 240 km (Torquay bis Allansford)
- Geschätzte Dauer: 3 Tage (gemächliches Tempo empfohlen)
- Top-Stopps: Die Twelve Apostles, Lorne, Apollo Bay, Otway-Nationalpark und Torquay
- Aktivitäten: Surfen in Torquay und Lorne, Koala-Beobachtung in den Otways und Wildtierbeobachtung entlang der Inlandstraßen
- Dominante Farben: Lebhaftes Ozeanblau, Toffee-Sand, gedämpftes Aqua und zitronenfarbenes Küstenlicht
- Beste Reisezeit: März–Mai oder September–November, um Sommertrubel und sengender Hitze zu entgehen
- Wildtier-Tipp: Ins Landesinnere fahren – dort besteht die Chance, durch dunkelgrünes Küstengrasland springende Kängurus zu beobachten

8. Badlands-Nationalpark, U.S. Route 240 — 75 Millionen Jahre in der Entstehung
Zurück in den Vereinigten Staaten bietet der Badlands-Nationalpark eine der außerweltlichsten Fahrten Nordamerikas. Die U.S. Route 240 schlängelt sich durch 63 Kilometer skulpturaler Felsformationen, spitzer Felsspitzen und uralter Prärie, deren Entstehung 75 Millionen Jahre in Anspruch nahm. Die Farben sind außergewöhnlich – Ecru, Currygelb und getrocknete Tabaknuancen schichten sich wie ein geologisches Gemälde in die Canyonwände. Dies ist zudem einer der besten Orte in den USA, um gefährdete Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten.
- Gesamtstrecke: 63 km (Loop Road durch den Park)
- Anzahl der Sehenswürdigkeiten: 16 offizielle Punkte von Interesse innerhalb des Parks
- Highlights: Der Door Trail, Notch Trail, Pinnacles Overlook und das Ben-Reifel-Besucherzentrum
- Wildtiere: Schwarzfußiltisse, Dickhornschafe, Bisons und Steppenfüchse – allesamt gefährdete oder verwundbare Arten
- Dominante Farben: Ecru, Currygelb, getrockneter Tabak und Ostseeblauer Himmel
- Beste Reisezeit: Mai–September für trockene Straßen und Wildtieraktivität; Juli–August möglichst meiden aufgrund der Spitzenhitze
- Tipp: Mit geöffnetem Verdeck oder heruntergelassenen Fenstern fahren, um sich vollständig in die Panoramablicke und die frische Prärieluft einzutauchen

9. North Coast 500, Schottland — Großbritanniens Antwort auf die Route 66
Oft als „Schottlands Route 66″ bezeichnet, ist der North Coast 500 eine spektakuläre, 830 Kilometer lange Rundstrecke, die in Inverness beginnt und endet. Diese gefeierte Hochlandtour vereint dramatische Meereskliffs, abgelegene Strände, uralte Burgen und einige der atemberaubendsten Gebirgslandschaften Europas – alles in einer überraschend kompakten Schleife. Die Landschaft entfaltet sich in einem Mosaik aus gelbgrünem Moorland, taubengrauem Stein und erdigbrauner Heide, während sich der Himmel in der Dämmerung in tiefes Marineblau mit sanften Zuckerwattestreifen verwandelt.
- Gesamtstrecke: 830 km (Rundfahrt ab Inverness)
- Geschätzte Dauer: 5–7 Tage
- Top-Stopps: Halbinsel Applecross, Smoo-Höhle, Schloss Dunrobin, Torridon und die Isle of Skye (kleiner Umweg)
- Aktivitäten: Whisky-Destillerie-Touren, Seekajak, Wildwasser-Rafting sowie Papageientaucher- und Seeadlerbeobachtung
- Dominante Farben: Gelbgrünes Moorland, hellgrauer Stein, graubraune Heide und Zuckerwatte-Dämmerungshimmel
- Beste Reisezeit: Mai–September für das beste Wetter und lange Tagesstunden; Juli–August für die berühmten Highland Games
- Tipp: Unterkünfte weit im Voraus buchen – diese Route ist enorm populär geworden, und kleinere Dörfer sind schnell ausgebucht

10. Transfăgărășan-Gebirgsstraße, Rumänien — Europas dramatischste Bergstraße
Von Top Gear als „beste Straße der Welt” ausgezeichnet, ist die Transfăgărășan-Gebirgsstraße gleichermaßen ein Meisterwerk der Ingenieurskunst und der Landschaft. Diese spektakuläre, 150 Kilometer lange, geschwungene Route windet sich durch das Herz der Karpaten in Rumänien und verbindet Curtea de Argeș im Süden mit Sibiu im Norden. Jede Haarnadelkurve enthüllt einen neuen Postkartenblick – Wasserfälle, Gletscherseen, mittelalterliche Festungen und rollende Sommerwiesen, getaucht in Jasmingelb, Elfenwaldgrün, Spindelstrauchpink und Violettblau.
- Gesamtstrecke: 150 km (Cârtișoara bis Bascov)
- Geschätzte Dauer: 1 Tag zum Durchfahren; 2–3 Tage empfohlen, um alles richtig zu erkunden
- Top-Stopps: Bâlea-See (Gletschersee am Gipfel), Festung Poenari (Burg Vlad des Pfählers) und Vidraru-Staudamm
- Dominante Farben: Jasmingelb, Spindelstrauchpink, Elfenwaldgrün und violettblauer Bergnebel
- Beste Reisezeit: Nur Juni–Oktober – der hochgelegene Abschnitt ist im Winter wegen starker Schneefälle gesperrt
- Hinweis: Die engen Serpentinen und steilen Gefälle können Reisekrankheit verursachen – Reisekrankheitsbänder oder entsprechende Medikamente sind eine kluge Vorsichtsmaßnahme
- Tipp: Genügend Zeit am Aussichtspunkt des Bâlea-Sees auf dem Gipfel einplanen – der Panoramablick über die Karpaten ist schlichtweg spektakulär

Lust bekommen, die Straße unter die Räder zu nehmen? Bevor Sie zu Ihrem nächsten großen Abenteuer aufbrechen, stellen Sie sicher, dass Ihr Auto vollständig für den Roadtrip gerüstet ist.
Veröffentlicht März 25, 2021 • 11 m zum Lesen