Wenn Sie den Namen „Subaru” hören, denken Sie sofort an robusten Allradantrieb, präzise Ingenieurskunst und unverwechselbare japanische Handwerkskunst. Mit einer jährlichen Produktion von rund einer halben Million Fahrzeugen und dem Vertrieb in über 100 Ländern hat Subaru sich einen weltweiten Ruf aufgebaut, der sich über mehr als sechs Jahrzehnte erstreckt. Ob Pendler im Alltag oder Rallye-Enthusiast – es gibt einen Grund, warum Subaru weltweit immer wieder die Herzen der Menschen erobert. In diesem Artikel beleuchten wir die gesamte Geschichte von Subaru – von seinen Ursprüngen im Nachkriegsjapan bis hin zu seinem ikonischen Status im Alltagsleben und im Motorsport.
Wie kam die Marke Subaru zu ihrem Namen?
Der Name Subaru entstand durch einen Wettbewerb. Im Jahr 1954 lud Fuji Heavy Industries (FHI) – ein Konzern, der aus sechs überlebenden Fertigungsunternehmen hervorgegangen war – zur Einsendung von Vorschlägen für den besten Namen für ihr erstes Personenfahrzeug ein. Der Siegervorschlag stammte nicht von einem Teilnehmer, sondern vom FHI-Präsidenten Kenji Kita selbst, der sich vom Plejaden-Sternhaufen im Sternbild Stier inspirieren ließ.
Deshalb tragen Name und Logo eine so tiefe Bedeutung:
- Das Wort „subaru” (昴) bedeutet auf Japanisch „zusammenbringen” oder „vereinen” – und spiegelt die Fusion von sechs Unternehmen zu einem wider.
- Der Plejaden-Haufen enthält über 200 Sterne, doch nur sechs sind mit bloßem Auge sichtbar – sie stehen für die sechs Unternehmen, die FHI gründeten.
- Das Subaru-Logo zeigt sechs goldene Sterne in einem Oval und symbolisiert Einheit, Vaterlandsliebe sowie das Streben nach etwas Neuem und Einzigartigem.
Kita selbst war ein leidenschaftlicher Automobilenthusiast, der den strategischen Kurs des Konzerns mit einem einzigen prägenden Satz festlegte: „Wenn du ein Auto bauen willst, dann bau ein richtiges Auto.”
Die Ursprünge von Subaru: Von der Luftfahrt zum Automobil
Lange bevor das erste Subaru-Fahrzeug vom Fließband rollte, hatte das Unternehmen tiefe Wurzeln in der Luftfahrt. Im Jahr 1917 eröffnete der Luftfahrtpionier und Ingenieur Chikuhei Nakajima das Luftfahrtforschungslabor in der Präfektur Gunma – genau jener Standort, der bis heute Subarus wichtigste Produktionsbasis ist. So verlief die Entwicklung:
- 1917: Gründung des Luftfahrtforschungslabors in der Präfektur Gunma durch Chikuhei Nakajima.
- 1931: Das Labor wird in die Nakajima Aircraft Co., Ltd. umgewandelt, einen bedeutenden Flugzeughersteller.
- 1945: Nachkriegsgesetze verbieten die Militärproduktion in Japan; alle Flugzeugwerke werden geschlossen.
- Nachkriegszeit: Nakajima Aircraft wird in Fuji Sangyo Ltd. umbenannt und stellt auf die Produktion von Kutschen, Bussen, Benzinmotoren, Motorbooten und dem legendären „Rabbit”-Motorroller um – unter Verwendung übrig gebliebener Flugzeugteile.
- 1950: Fuji Sangyo wird in unabhängige Unternehmen aufgeteilt.
- 1953: Fünf überlebende Unternehmen schließen sich wieder zu Fuji Heavy Industries (FHI) zusammen.
- 1954: Ein sechstes Unternehmen schließt sich der Gruppe an; FHI beginnt mit der Produktion von Kettensägen, Dieselbussen und Düsenflugzeugen – und entwickelt die Idee eines Personenkraftwagens.
Im selben Jahr entwickelte das Ingenieursteam von FHI einen Personenwagen-Prototypen namens P-1 – mit einigen Konstruktionszeichnungen, die von der französischen Marke Renault erworben wurden. Entscheidend war, dass er über eine Monocoque-Karosserie verfügte – ein Novum für die japanische Automobilindustrie. Bei einer Monocoque-Konstruktion dient die Außenhülle selbst als primäres Tragsystem, was zu einem leichteren und steiferen Fahrzeug führt. Trotz hervorragender Fahreigenschaften, hohem Komfort und elegantem Design verzögerten finanzielle Engpässe bei FHI die Serienproduktion.
Das Debüt von Subaru: Der legendäre Subaru 360
Das Nachkriegsjapan war ein Land des bedachtsamen Sparens. Um den inländischen Fahrzeugkauf zu fördern, bot die Regierung erhebliche Steuererleichterungen für Kleinwagen an, die bestimmten Kriterien entsprachen:
- Maximale Länge von 3,6 Metern
- Kraftstoffverbrauch unter 3,4 Litern pro 100 km
Die Ingenieure von FHI nahmen die Herausforderung an, und 1958 feierte der Subaru 360 sein Debüt. Liebevoll als „Marienkäfer” bekannt, wurde dieses kompakte Wunderwerk in Japan zum sofortigen Erfolg. Zu seinen wichtigsten Merkmalen zählten:
- Eine Karosserielänge von nur 3 Metern – weit unter dem gesetzlichen Limit
- Ein Zweizylinder-Zweitaktmotor mit 358 cm³ Hubraum und 16 PS
- Ein Heckmotor für bessere Gewichtsverteilung
- Moderner Einsatz von Kunststoff und Aluminium in der Karosserie
- Eine unabhängige Hinterradaufhängung für mehr Fahrkomfort
- Mehrere Karosserievarianten, darunter ein Kombi und ein Cabriolet
Die Verkaufszahlen erzählen die Geschichte eines außergewöhnlichen Erfolgs:
- 1958: 604 verkaufte Fahrzeuge im Debütjahr
- 1959: 5.111 produzierte und verkaufte Fahrzeuge
- 1961: Über 22.000 verkaufte Einheiten
Subaru wurde schnell zum führenden Hersteller von Kleinwagen in Japan, und der 360 blieb bis 1970 in Produktion. Noch heute gilt es für japanische Fahrer als gutes Omen, einen „Marienkäfer” auf den Straßen zu entdecken – die Tradition, ihm den Vortritt zu lassen, um sein Alter zu ehren, lebt weiter.

Subarus goldene Ära: Die 1960er bis 1980er Jahre
Auf dem Erfolg des 360 aufbauend, trat Subaru in eine Phase rascher Innovation und Expansion ein. Zu den wichtigsten Meilensteinen dieser Ära gehören:
- 1961: Subaru Sambar wird als eigenständige Sparte für Kleintransporter und Lieferwagen gegründet.
- 1965: Der Subaru 1000 kommt auf den Markt – Japans erstes Frontantriebsfahrzeug und das erste mit einem Vierzylinder-Boxermotor (997 cm³, 55 PS).
- 1969: Der Subaru 360 wird vom R-2 abgelöst; der 1000 weicht dem Subaru FF.
- 1971: Der Subaru Leone feiert als weltweit erstes Personenfahrzeug mit Allradantrieb sein Debüt, zieht weltweite Aufmerksamkeit auf sich und begründet Subarus 4WD-Tradition.
- 1972: Der Rex wird eingeführt, ausgestattet mit einem wassergekühlten Zweizylinder-Motor mit 356 cm³ Hubraum.
- Mitte der 1970er Jahre: 30.000 Subaru-Leone-Einheiten wurden allein in den Vereinigten Staaten verkauft; jedes vierte FHI-Fahrzeug wurde exportiert.
- 1977: Der Subaru Brat – ein robuster Zweisitzer-Pickup – kommt in das US-Sortiment und ist für seine Geländetauglichkeit und sein abenteuerlustiges Wesen beliebt.
Die 1980er Jahre erwiesen sich als eines von Subarus kreativ produktivsten Jahrzehnten. In dieser Zeit wurden mehrere bahnbrechende Modelle und Technologien eingeführt:
- Subaru Domingo: Japans erster Siebensitzer-Allrad-Minibus mit Dreh- und Liegesitzen.
- Subaru Justy: Das weltweit erste Fahrzeug, das mit dem stufenlosen Elektrogetriebe (ECVT) ausgestattet ist.
- Subaru Alcyone (XT): Ein Luxussportwagen mit einem Sechszylinder-Boxermotor mit 145 PS und zahlreichen modernsten Ausstattungsmerkmalen.
- Subaru Legacy: Eine D-Segment-Limousine und ein Allrad-Kombi, der den Leone ablöste und zum meistverkauften Modell in Subarus Geschichte wurde, mit über 3,5 Millionen produzierten Einheiten.
- Subaru SVX: Ein Gran-Turismo-Allrad-Sportcoupé, das auf der Tokioter Motorshow vorgestellt wurde und über eine revolutionäre Glas-zu-Glas-Verbindungstechnologie über die gesamte Kabinenoberfläche verfügt – ein Design, das so zukunftsweisend ist, dass es noch heute nicht veraltet wirkt.
Bei all diesen Modellen hielt Subaru an seinen Grundprinzipien fest: hervorragende Fahreigenschaften, Stabilität in jedem Gelände, Passagierkomfort und Kraftstoffeffizienz.
Subaru auf der Rallye-Strecke: Rennleistungen und Motorsport-Vermächtnis
Subarus Motorsportkarriere ist ebenso beeindruckend wie sein Straßenfahrzeug-Erbe. Alles begann im Jahr 1989, als der Legacy zwei Weltrekorde und 13 nationale Rekorde auf einer Teststrecke in Arizona aufstellte:
- Er legte 100.000 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 223,345 km/h über 19 Tage Dauerfahrt zurück.
- Der Legacy Station Wagon stellte mit 249,981 km/h einen Geschwindigkeitsrekord für Serien-Kombis auf einer Autobahn in der Nähe von Salt Lake City auf.
Im Jahr 1990 ging FHI eine Partnerschaft mit dem britischen Motorsportspezialisten Prodrive ein, um Subaru-Fahrzeuge für den Rennsport vorzubereiten. Die Ergebnisse ließen nicht lange auf sich warten:
- 1990: Der Legacy gewinnt in seinem ersten Wettkampfjahr die Safari-Rallye in der Gruppe N.
- 1992: Der legendäre Subaru Impreza wird eingeführt – eine Rallye-Ikone mit Motoren von 1,6 bis 2,0 Liter Hubraum mit Turboaufladung, die zahlreiche WRC-Titel gewinnt.
- 1993: Ein Legacy der neuen Generation gewinnt erstmals eine WRC-Etappe in Neuseeland.
- Rallye-Fahrer Colin McRae tritt erfolgreich bei der Safari-Rallye in einem auf dem Vivio basierenden Rallye-Fahrzeug an und festigt damit Subarus Motorsport-Prestige weiter.
Subarus jüngste Geschichte: Innovation im 21. Jahrhundert
Subarus vorausschauender Ansatz verlangsamte sich nicht, als das neue Jahrtausend nahte. Hier ist eine Zeitleiste bemerkenswerter Entwicklungen ab 1995:
- 1994: Der Subaru Outback – ein leichter Sportkombi mit SUV-Fähigkeiten – feiert sein Debüt in den Vereinigten Staaten und begründet eine neue Fahrzeugklasse.
- 1995: Subaru entwickelt den Sambar EV, ein vollelektrisches Fahrzeug, Jahre vor der breiten Einführung von Elektrofahrzeugen.
- 1997: Der Subaru Forester wird eingeführt – ein Crossover, der sich schwer einordnen lässt und die Vielseitigkeit eines Kombis mit den Fähigkeiten eines SUV verbindet. Er kommt mit einem 2,0-Liter-Boxermotor und einem Fünfganggetriebe.
- 1999: FHI schließt Geschäftspartnerschaften mit General Motors und Suzuki Motor Corporation.
- 2002: Der Subaru Baja kommt auf den Markt – ein mittelgroßer Allrad-Pickup, der SUV- und Truck-Design vereint. Die charakteristische „Switchback”-Funktion ermöglicht die Entfernung der Hecktrennwand für den Transport von Übergröße-Gütern.
- 2003: Subaru übernimmt den neuen Markenslogan „Think. Feel. Drive.” – der sein Engagement für intelligentes Design, sensorische Verbindung, Sicherheit und Umweltverantwortung widerspiegelt.
- 2005: Der Subaru B9 Tribeca wird als Crossover-SUV der nächsten Generation eingeführt.
Heute betreibt Subaru weltweit neun Produktionswerke, von denen fünf in Japan ansässig sind. Über den Automobilbereich hinaus ist Fuji Heavy Industries auch weiterhin in der Luft- und Schienenfahrt tätig.
Was macht Subaru einzigartig? Die charakteristischen Merkmale der Marke
Subarus anhaltende Anziehungskraft beruht auf einer Reihe charakteristischer Technologien und einer Philosophie, die nie um der Massenproduktion willen Abstriche gemacht hat. Zu den charakteristischen Merkmalen der Marke gehören:
- Symmetrischer Allradantrieb (AWD): Subarus bekanntestes Markenzeichen, das überlegene Traktion und Stabilität unter allen Straßenbedingungen bietet.
- Gegenkolben-Boxermotoren: Ein Motordesign mit niedrigem Schwerpunkt, das Subaru unter den großen Automobilherstellern einzigartig macht und zu besserem Fahrverhalten und Gleichgewicht beiträgt.
- Monocoque-Karosseriebau: Eine Konstruktion, die Subaru in Japan als erstes einführte, bei der die Außenhülle das primäre tragende Element ist – was zu einer steiferen, leichteren Karosserie führt.
- Im Rallye bewährte Leistung: Jahrzehnte der WRC-Teilnahme haben Subarus ingenieurtechnische Prioritäten auf reale Fahrleistung ausgerichtet.
- Langfristige Zuverlässigkeit: Subaru-Fahrzeuge gehören durchgehend zu den zuverlässigsten, und viele Besitzer erreichen Hunderttausende von Kilometern.
Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern hat Subaru stets Qualität über Quantität gestellt. Seine Fahrzeuge wurden ursprünglich als maßgeschneiderte Produkte mit einzigartigen Eigenschaften konzipiert – und diese Philosophie treibt die Marke noch heute an.

Subaru ist ein Auto, das sowohl den Fahrer als auch den Beifahrer belohnt – und gleichermaßen Vertrauen, Komfort und Leistungsstärke bietet. Ob Sie durch Stadtstraßen navigieren oder abgelegenes Gelände erkunden – ein Subaru ist dafür gebaut, mit allem fertigzuwerden. Und wann immer Sie mit Ihrem Subaru ins Ausland fahren, denken Sie daran, dass jeder Fahrer die richtigen Dokumente benötigt. Wir laden Sie ein, auf unserer Website schnell und einfach einen internationalen Führerschein zu erhalten – ein einfacher Schritt, der das Fahren in jedem Land stressfrei macht, egal was Sie gerade fahren.
Veröffentlicht Februar 25, 2021 • 10 m zum Lesen