Der Rolls-Royce Phantom dient seit Langem als Leinwand für außergewöhnliche Einzelanfertigungen. Zu früheren Sonderausführungen zählen die Phantom Centenary Private Collection zum 100-jährigen Jubiläum des Modells, ein individuell gefertigter Phantom Extended für einen chinesischen Kunden, der Phantom Dentelle mit spitzeninspiriertem Interieur für einen Käufer aus dem Nahen Osten, der von Kirschblüten inspirierte Phantom Cherry Blossom, der Phantom Goldfinger zum 60-jährigen Jubiläum des berühmten James-Bond-Films sowie der Phantom Scintilla mit Keramikdekor und 870.000 von Hand gesetzten Stichen.
Nun hat die Niederlassung Rolls-Royce Motor Cars Dubai ein weiteres wahrhaft einzigartiges Meisterwerk in Auftrag gegeben: den Phantom Arabesque — ein Fahrzeug, das vor allem durch seine atemberaubend lasergravierte Motorhaube geprägt wird.

Inspiriert von Maschrabiyya und der alten Kunst des Sgraffito
Das filigrane Muster auf der Motorhaube greift zwei reiche Kunsttraditionen auf:
- Maschrabiyya — ein klassisches Element der Architektur des Nahen Ostens aus kunstvoll geschnitztem hölzernem Gitterwerk. Traditionell ermöglichen solche Gitter die Luftzirkulation und Kühlung der Innenräume, während sie zugleich die Privatsphäre der Menschen im Inneren schützen, die nach draußen sehen können, ohne selbst gesehen zu werden.
- Sgraffito — eine italienische Technik, bei der kontrastierende Farbschichten durch vorsichtiges Abtragen der oberen Schicht sichtbar gemacht werden und so eine markante zweifarbige Tiefenwirkung entsteht.
Die Verbindung dieser beiden Einflüsse auf einer einzigen Fahrzeugoberfläche erforderte fünf Jahre des Experimentierens und Erprobens , bevor die Technik perfektioniert war.

So funktioniert die Lasergravur
Die Herstellung der charakteristischen Motorhaube des Phantom Arabesque umfasst einen hochpräzisen, mehrstufigen Veredelungsprozess:
- Zunächst wird die Motorhaube in einer dunkleren Grundfarbe lackiert.
- Mehrere Schichten Klarlack werden aufgetragen, um die erforderliche Schichtstärke aufzubauen.
- Anschließend wird eine hellere Deckschicht aufgetragen.
- Ein komplexes Muster wird per Laser bis zu einer Tiefe von 145–190 Mikrometern eingraviert, wodurch die dunklere Schicht darunter sichtbar wird.
- Die dadurch entstehende dreidimensionale strukturierte Oberfläche wird anschließend von Hand poliert , bis sie makellos ist.
Das Ergebnis ist eine Motorhaube, deren Tiefe und Schimmer sich je nach Lichteinfall verändern — etwas Vergleichbares gibt es auf der Straße kaum.

Die wichtigsten Merkmale des Außendesigns
Das Äußere des Phantom Arabesque setzt einen kühnen und zugleich eleganten Kontrast:
- Unterer Karosseriebereich : in tiefem Schwarz ausgeführt
- Oberer Karosseriebereich : in elegantem Silber lackiert
- Räder : polierte 22-Zoll-Leichtmetallräder
- Karosserielinie : vollständig von Hand aufgetragen
- Kühlergrill : dunkles Chrom mit integrierter Beleuchtung
- Spirit of Ecstasy : auch die berühmte Kühlerfigur wird von innen beleuchtet

Ein passendes maßgefertigtes Interieur
Im Innenraum setzt der Phantom Arabesque seinen Dialog zwischen Tradition und Handwerkskunst fort:
- Der mittlere Bereich des Armaturenbretts besteht aus Ebenholz und trägt ein Muster, das das lasergravierte Motiv auf der Motorhaube aufgreift
- Der Innenraum ist vollständig mit grauem und schwarzem Leder ausgekleidet
- Zu den Details zählen schwarze Sitzkeder, eigens angefertigte Fußmatten und bestickte Kopfstützen
Jedes Element des Innenraums wurde so gestaltet, dass es die unverwechselbare Formensprache des Exterieurs ergänzt.

An einen Sammler aus dem Nahen Osten ausgeliefert
Der Rolls-Royce Phantom Arabesque ist eine echte Einzelanfertigung — bereits an seinen neuen Besitzer, einen privaten Sammler im Nahen Osten, ausgeliefert. Wie bei den exklusivsten Einzelanfertigungen von Rolls-Royce üblich, wurde der Preis nicht bekannt gegeben.

Foto: Sergey Sechnev
Dies ist eine Übersetzung. Den Originalartikel können Sie hier lesen: Einzigartiger Rolls-Royce Phantom Arabesque erhält eine Lasergravur auf der Motorhaube
Veröffentlicht April 02, 2026 • 4 m zum Lesen